3,32 Millionen Euro für das Hallenbad

(vom 14.03.2017)

Haushaltsausschuss beschließt, Sanierung der Duderstädter Schwimmsportstätte in Bundesprogramm aufzunehmen.

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Für das von der Schließung bedrohte Duderstädter Hallenbad ist Rettung in Sicht: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat beschlossen, 3,32 Millionen Euro für die Sanierung nach Duderstadt fließen zu lassen. 90 Prozent der Gesamtsumme von 3.689.000 Euro will der Bund übernehmen. „Damit kann das Hallenbad gründlich saniert werden, und die drohende Schließung ist vom Tisch“, erklären sich die Göttinger Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU) in einer gemeinsamen Mitteilung erfreut. „Mit den Fördermitteln ist eine bauliche, technische und energetische Vollsanierung möglich.“ Größtes Sorgenkind in dem Bad, das die Eichsfelder Blockheizkraftwerk- und Bädergesellschaft (EBB) betreibt, ist aktuell die Lüftungsanlage, die im Januar - mitten in der Saison - bereits einmal havariert war. Damals waren provisorische Reparaturen an der jahrzehntealten Anlage vorgenommen worden, um wieder öffnen zu können. Den dauerhaften Betrieb sichert  die Reparatur nicht. Mit Unterstützung des Bundes soll laut Projektantrag eine energetische Sanierung mit einer Kostenersparnis von 40 Prozent erzielt werden. Außerdem soll die Attraktivität des Bades gesteigert werden. Unter anderem ist eine Neukonzeption des Eltern-Kind-Beckens vorgesehen. „Geduld kann zum Erfolg führen“, sagte Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) am Mittwoch mit Blick auf die Antragstellung bereits 2015. Er sehe in der Nachricht aus dem Bundesausschuss eine „klasse Botschaft“, der nun nur noch der Bewilligungsbescheid folgen müsse, bevor es dann an die „tatsächliche Arbeit“ gehe. Seinen Dank richtete er an Oppermann und Güntzler, aber auch an den Landtagsabgeordneten Lothar Koch (CDU) und viele andere, die sich engagiert hatten. Auch Kuhlmann zeigte sich am Mittwoch dankbar, auch für das politische Engagement und die  „außergewöhnliche Höhe der Summe des Förderbetrages“. Und er stimmte Nolte zu: Die eigentliche Arbeit stehe nun bevor. Sobald der Bescheid über die Bundesmittel vorliege, müssten die Details der Sanierung geklärt werden. Auch sei das Gespräch mit dem Landkreis Göttingen zu suchen. „Wir sind bei der Anbindung des Hallenbades an den Verkehr und der Gestaltung des Umfeldes auf die Hilfe angewiesen“, sagte Kuhlmann. Das Grundstück liegt im Besitz des Kreises. Parallel zur Sanierung und möglichen Erweiterung des Bades sei es erforderlich, ein Zukunftskonzept zu erstellen, um die laufenden Kosten zukünftig decken zu können. Bereits in der Vergangenheit hatte das EBBTeam - im Hallenbad wie auch  im Freibad - eine Reihe von Zusatzangeboten gemacht, um den Zulauf im Bad zu steigern. Auch politische Parteien, Institutionen, die Frühschwimmer- Gruppe und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft hatten zuletzt immer wieder darauf hingewiesen, dass das Bad seine Berechtigung nur dann dauerhaft erhalte, wenn es auch genutzt würde. So gab es die Forderung nach einer Erhöhung der Schwimmsportstunden und Appelle an Private, das Schwimmsportangebot wahrzunehmen. (Text: Nadine Eckermann, Eichsfelder Tageblatt vom 09.03.2017)

Hallenbad Duderstadt (Foto: Niklas Richter, Eichsfelder Tageblatt)