Fachleute erneuern Trinkwasserleitung

(vom 29.03.2018)

Leck im Rohr löst Alarm bei EEW in Duderstadt aus.

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Materialermüdung ist vermutlich die Ursache für ein Leck in einer rund 45 Jahre alten Trinkwasser-Transportleitung aus PVC gewesen, die unterirdisch von Obernfeld nach Desingerode führt. Mit Hilfe eines „Horizontalspülbohrverfahrens“ werde außerhalb von Mingerode ein 230 Meter langer Abschnitt bis voraussichtlich Mitte kommender Woche erneuert, erklärt Ulrich Adler von der Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft (EEW). Die Zähler in der Prozessleittechnik des Unternehmens hätten am Freitagnachmittag einen Alarm ausgelöst, über die der Bereitschaftsdienst per Handy informiert worden sei. Ein Mitarbeiter habe die Leckstelle unter der Nathe geortet und dann einen zwei Kilometer langen Abschnitt mit Hilfe eines erdverlegten Schiebers außer Betrieb und eine andere parallel verlaufende Leitung in Betrieb genommen. Es sei lediglich für rund eine Stunde in mehreren Orten zu einer „Druckminimierung“ gekommen, berichtet Adler. Versorgt würden über die Leitung die Orte Desingerode, Seulingen, Nesselröden, Werxhausen und Esplingerode, mehrere Einwohner hätten sich telefonisch gemeldet. Die Arbeiten für das Teilstück würden bis Mitte kommender Woche dauern und voraussichtlich rund 75 000 Euro kosten. Das eingesetzte Gerät könne einen Rohrabschnitt von 100 Metern ausgrabungsfrei in die Erde ziehen. Das alte Rohr verbleibe in der Erde. „Das war schon etwas Besonderes, das ist nicht die Regel, aber so etwas kann schon mal vorkommen“, fasst Adler zusammen. (Text: Axel Artmann; Eichsfelder Tageblatt vom 29.03.2018)