Hallenbad bleibt bis 2020 geschlossen

(vom 21.04.2017)

Vor Sanierungsstart sind noch viele offene Fragen zu klären / Personal und Schwimmsport werden umgeschichtet.

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Das Duderstädter Hallenbad schließt am 30. April und wird voraussichtlich erst im Herbst 2020 wieder öffnen. Der Zeitplan für die Sanierung erstreckt sich über vier Jahre, viele Fragen sind noch ungeklärt. Mit maximal 3,32 Millionen Euro will der Bund die Sanierung des maroden Hallenbads unterstützen. Hinzu kommen knapp 370.000 Euro, die die Stadt Duderstadt als Antragstellerin an Eigenmitteln zur Verfügung stellt. Ausführendes Organ ist die Eichsfelder Blockheizkraftwerk und Bäder GmbH (EBB) als Badbetreiberin. Deren Geschäftsführer Markus Kuhlmann ist erleichtert, dass durch ein Provisorium die Saison noch zum Abschluss gebracht werden kann. Dann kommt aber erst einmal eine lange Durststrecke. Kuhlmann rechnet mit einer Planungs- und Bauzeit von Ende 2017 bis 2020. „Wir dürfen erst mit der Planung beginnen, wenn der Bewilligungsbescheid vom Bund vorliegt“, sagt Kuhlmann und rechnet damit im Herbst: „Erst dann stehen auch der Zeitplan für die Sanierungsarbeiten und die Ausschreibungsmodalitäten fest.“ Anfang Juli solle es ein Abstimmungsgespräch in Berlin oder Bonn geben, bis dahin seien noch einige Fragen zu klären, meint Kuhlmann. Die in der Potenzialanalyse für das Hallenbad empfohlene Anlage eines Therapiebeckens würde allerdings als Neubau zählen und nicht im Rahmen der Sanierung bezuschusst. Falls der Kostenrahmen überschritten würde, sei die Finanzierung noch offen. Ungeklärt seien auch noch die Unterhaltungskosten nach der Wiedereröffnung: „Wir werden alternative Betreibermodelle prüfen, um künftige Betriebskosten senken zu können.“ Um die mehrjährige Hallenbad-Pause zu überbrücken, sind auch Lösungen für das Personal und die Badnutzer zu finden. Schulen und Vereine seien angeschrieben worden, sagt Kuhlmann. Sie müssten in den kommenden Jahren Schwimmsportangebote und
Schwimmunterricht so organisieren, dass dafür die Freibadsaison genutzt werden könne. Das Personal des Hallenbads solle möglichst in Kooperation mit Badbetreibern aus der Region andernorts oder in anderen Bereichen bei den Eichsfelder Wirtschaftsbetrieben, der EBB-Muttergesellschaft, eingesetzt werden. Ob Kurzarbeit vermieden werden kann, steht noch nicht fest. Die Hallenbadgäste erinnert Kuhlmann daran, dass alle Spind- und Pfandmarken bis zum 30. April zurückzugeben seien. Aufgeladene Geldkarten für das Hallenbad behielten Gültigkeit für das Duderstädter Freibad. (Text: Kuno Mahnkopf, Eichsfelder Tageblatt vom 15.04.2017)

Hallenbad Duderstadt (Foto: Niklas Richter, Eichsfelder Tageblatt)