Hallenbad öffnet am 10.02. wieder

(vom 09.02.2017)

Provisorische Reparatur ermöglicht Wiederaufnahme des Badebetriebs.

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Die Frühschwimmer können am Freitag, 10. Februar, ab 6.30 Uhr wieder ihre Runden im Duderstädter Hallenbad drehen. Ein Provisorium hat der Betreibergesellschaft des nach Havarie der Lüftungsanlage geschlossenen Bades Luft für eine vorläufige Weiterführung des Betriebs verschafft. Ein erfolgreicher Reparaturversuch hat die Wiedereröffnung des Ende Januar geschlossenen Hallenbads ermöglicht. „Defekte Teile der Lüftungsanlage wurden ausgebaut und provisorisch wieder in Schuss gebracht“, sagt Markus Kuhlmann, Geschäftsführer der EichsfelderBlockheizkraftwerkund Bädergesellschaft (EBB): „Alle biologischen Werte können eingehalten werden.“ Die Rechnung für die Reparatur stehe noch aus. Weiterhin offene Fragen und keine dauerhafte Lösung Bis zum Ende der Saison im April könne der Badebetrieb wohl aufrechterhalten werden. Ein störungsfreier Betrieb sei künftig aber nur bei einem mit 450 000 Euro veranschlagten Komplettaustausch der Lüftungsanlage möglich, merkt Kuhlmann an: „Die Reparatur ist nichts, was auf Dauer angelegt ist.“ Nach wie vor gebe es keine Finanzierungsmöglichkeit für die Sanierung des Bades, für dessen Erhalt die Frühschwimmer mehr als 3000 Unterschriften gesammelt haben. Betonbecken und Technik seien marode, die sanitären Anlagen und die Lüftung vollständig abgängig. Der Gesamtbedarf für die Sanierung beläuft sich auf rund 3,5 Millionen Euro. „Es gibt weiterhin keine dauerhafte Lösung und viele offene Fragen“, sagt Kuhlmann: „Wir warten jetzt ab, ob die Sanierung im Sportstättensanierungsprogramm des Bundes  berücksichtigt wird.“ Bei einem Besuch im Hallenbad hatte der SPD-Bundespolitiker Thomas Oppermann zugesagt, sich dafür einzusetzen. Durch die Wiedereröffnung des Hallenbads ist die angedachte vorzeitige Öffnung des Freibads vom Tisch. Dort werde zurzeit der  Nichtschwimmerbereich saniert, sagt Kuhlmann. Der Auftrag sei vorgezogen worden. Der Start in die Freibadsaison solle wie üblich im Mai erfolgen. Nach dem SPD-Politiker Thomas Oppermann besucht am Freitag, 10. Februar, auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler das Duderstädter Hallenbad. Güntzler will sich gemeinsam mit Oppermann dafür einsetzen, dass das Bad ins Sportstättenförderprogramm des Bundes aufgenommen wird. Die rund 100 Millionen Euro des Bundes sollen nach dem sogenannten Königssteiner Schlüssel auf die Bundesländer verteilt werden. „Das bedeutet, dass Niedersachsen mit rund 9,5 Millionen Euro rechnen kann“, sagt Güntzler, der im Finanz- und im Sportausschuss des Bundestages vertreten ist: „Wir müssten davon fast ein Drittel nach Duderstadt holen.“ Das Hallenbad habe eine herausragende Bedeutung für die gesamte Region. Güntzler verweist auf Freizeitangebot, Babyschwimmen, Schulsport und DLRG-Schwimmkurse. Das Hallenbad werde auch von der Firma Ottobock und der Bundespolizei genutzt. Bedeutung für die ganze Region. Mit EBB-Geschäftsführer Markus Kuhlmann und Schimmmeister Uwe Tuma will Güntzler über den Sanierungsbedarf, die aktuelle Situation und Auslastung sprechen. Begleitet wird er von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), dem Landtagsabgeordneten Lothar Koch sowie den Duderstädter CDU-Ratsherren und Kreistagsabgeordneten Frank Germeshausen und Dieter Thriene. (Text: Kuno Mahnkopf, Eichsfelder Tageblatt vom 09.02.2017)

Hallenbad Duderstadt (Foto: Niklas Richter, Eichsfelder Tageblatt)