MdB Oppermann fordert Förderung fürs Bad

(vom 25.01.2017)

Duderstädter Hallenbad soll ins Sportstättenprogramm des Bundes aufgenommen werden.

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Guter Dinge ist der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, dass das Duderstädter Hallenbad bei der Sportstättenförderung des Bundes berücksichtigt wird. Er werde sich für eine Finanzspritze einsetzen, um die Schließung zu verhindern, sagte er zu. Rund 100 Millionen Euro stelle der Bund für Erweiterungen und Sanierungen von Sportstätten zur Verfügung, erläuterte Oppermann bei einem Besuch im Hallenbad. Ein Stück vom Kuchen solle auch Duderstadt abbekommen, forderte der SPD-Politiker, der sich vor Ort ein Bild vom Zustand des Bades machte. Dessen Betrieb könnte jederzeit buchstäblich ins Wasser fallen: Ein Problem an der jahrzehntealten Technik – und der Badebetrieb müsse eingestellt werden, schilderte Markus Kuhlmann, Geschäftsführer der betreibenden Eichsfelder Blockheizkraftwerk- und Bäder-Gesellschaft (EBB), den Zustand. Der Sanierungsbedarf liege bei mehr als drei Millionen Euro. Eine Schließung wäre in mehrerlei Hinsicht mehr als problematisch, begründete Oppermann sein Engagement für das Bad, und fügte als Beispiele Babyschwimmen, Schulschwimmen, Schwimmunterricht, Leistungssport im Kreissportbund und Betriebssport an. Außer Schulkindern trainierten unter anderem die Mitglieder der Deutschen Lebensrettungs Gesellschaft (DLRG), Angestellte der Firma Ottobock, Beamte der Bundespolizei, Vereine und Initiativen im Hallenbad, erläuterte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), der auch dem Aufsichtsrat angehört. Sowohl dieses Gremium als auch der Rat der Stadt Duderstadt  stünden hinter dem Hallenbad, fügte Landtagsabgeordneter und Ehrenbürgermeister Lothar Koch (CDU) hinzu. Und: Für die Duderstädter selbst habe es einen immensen Wert, sagte Ratsfrau Doris Glahn (SPD), die das Anliegen an Oppermann herangetragen hatte. Dies hatten private Nutzer, die „Frühschwimmer“, gezeigt,  indem sie eine Unterschriftensammlung initiierten, als die drohende Schließung bekannt geworden war. Sprecher Bernd Schwien nannte am Freitag die Zahl von 3160 Unterschriften, die zusammengekommen seien. Sollte das Hallenbad erhalten bleiben, erklärten die „Frühschwimmer“ sich bereit, „eine Art Förderverein“ zu gründen und beispielsweise durch gemeinsame Veranstaltungen mit der DLRG zum Angebot im Hallenbad beizutragen. Damit eine Schließung abgewendet werden kann, ist  jetzt zunächst die Unterstützung des Bundes nötig. Ob die Zusage erteilt würde, dürfte bereits in kurzer Zeit feststehen, sagte Oppermann. Er rechne mit einer Entscheidung bereits Anfang Februar. Sollte diese erteilt werden, müsse das Bad grundsaniert werden. Außerdem sei in Planung, die Attraktivität zu steigern, beispielsweise indem ein Therapiebecken angebaut würde. Außerdem müsse die „Anmutung ins 21. Jahrhundert geholt werden“, damit sich auch junge Leute im Hallenbad wohlfühlten, sagte Oppermann. Zudem sei eine Werbekampagne nötig. Er richtete die Bitte an Landrat Bernhard Reuter (SPD), der Landkreis möge unterstützend tätig werden und Zufahrt und den Parkplatz umgestalten. (Text: Nadine Eckermann, Eichsfelder Tageblatt vom 20.01.2017)

Hallenbad Duderstadt (Foto: Niklas Richter, Eichsfelder Tageblatt)