Mehr Freizeiterlebnisse im Bad

(vom 10.01.2018)

Zusätzliche Angebote und flexiblere Öffnungszeiten angedacht / Ideen für verlängerte Saison.

Miniaturbild

Mit einer flexibleren und an das Wetter angepassten Gestaltung des Programms sowie zusätzlichen Freizeitangeboten soll die Anziehungskraft des Duderstädter Freibades steigen. Die Zahl der Besucher sei 2017 gegenüber dem Vorjahr von knapp 50.000 auf rund 42.000 gefallen, berichtet Markus Kuhlmann, Geschäftsführer der Eichsfelder Blockheizkraft- und Bädergesellschaft (EBB). Der „ausschließlich witterungsbedingte“ Rückgang falle aber deutlich geringer aus als in anderen Freibädern der Region. Der „überdurchschnittlich gute Wert“ sei unter anderem auf die Sauberkeit der Anlage, das gastronomische Angebot und die Veranstaltungen zurückzuführen, erläutert Kuhlmann und verweist auf die Ergebnisse von Befragungen. Zu den Höhepunkten hätten die ffn-Beachparty mit 800 Besuchern, das Vollmondschwimmen mit jeweils 700 Gästen und der „Schools out“-Tag vor den vergangenen Sommerferien gezählt, der von rund 900 Schülern bei freiem Eintritt besucht worden sei. Das Hundeschwimmen habe an zwei Tagen jeweils 400 Tierbegleiter und weitere  Zuschauer angelockt. Stärkster Monat sei temperaturbedingt der Mai gewesen, gefolgt vom Juli. „Insgesamt war es eine sehr, sehr nasse Saison“, fasst Kuhlmann zusammen. Trotz der vielen Unwetter sei „nichts groß passiert“, es habe keine Schäden und keine Unfälle gegeben. Rund die Hälfte der Besucher des Freibades komme aus dem Stadtgebiet Duderstadt, so seine Schätzung, die Mehrzahl der anderen Gäste aus Richtung Obereichsfeld. Der Anteil der Familien, die oft den ganzen Tag blieben, nehme kontinuierlich zu. „Chaoten“  gebe es im Bad nicht mehr. „Vor drei Jahren waren die plötzlich weg“, berichtet der Geschäftsführer. Der gastronomische Bereich mit vielen Produkten aus der Region entwickele sich „sehr positiv“. „Wir wollen das schöne Freibadgelände einer längeren Nutzung zuführen, als es derzeit der Fall ist“, kündigt Kuhlmann an. Durch Angebote außerhalb des Schwimmbeckens sei eine Saisonverlängerung um einen Monat nach vorne und nach hinten möglich. „Die reine Schwimmnutzung wird immer weniger“, berichtet Kuhlmann von einem Trend der vergangenen Jahre. So liege die Masse der Besucher auf der Wiese oder sei im Nichtschwimmerbecken. Dies spreche für die Schaffung zusätzlicher Freizeitangebote innerhalb des Areals. Vom Aufsichtsrat sei die Idee entwickelt worden, im Freibadgelände eine  Minigolfanlage zu platzieren, um auch außerhalb der Saison dort Freizeitaktivitäten anbieten zu können „und natürlich auch Einnahmen zu generieren“. Diese Idee werde voraussichtlich erst übernächste Saison umgesetzt, da zunächst bau- und planungsrechtliche Fragen sowie Grundstücksfragen geklärt werden müssten. Angeschafft würde eine komplett neue Turnieranlage. Angedacht sei unter anderem auch, einen Caravanstellplatz entlang des Freibades zu schaffen, deren Fahrer und Mitfahrerdie gesamte Einrichtung inklusive der sanitären Anlage nutzen könnten. Bei den Veranstaltungen wolle die EBB in diesem Jahr flexibler auf die Witterung reagieren. „Wenn drei Tage 30 Grad sind, dann wollen wir spontan etwas machen“, verdeutlicht Kuhlmann. Eine Rolle solle dabei auch der „sehr erfolgreiche Facebookauftritt“ spielen. Die bewährten Kooperationen mit der Theater- und Konzertvereinigung Duderstadt, dem Duderstädter Kultursommer und der Initiative Duderstadt 2020 sollten fortgesetzt werden, Kontinuität sei auch bei den Öffnungszeiten geplant, 2018 könnten wieder Fliesenpatenschaften abgeschlossen werden. (Text: Axel Artmann, Eichsfelder Tageblatt vom 10.01.2018)

Erfolgreiches Event 2017: das Vollmondschwimmen unter dem Motto „Swinging Sixties" im Duderstädter Freibad. (Foto: Mischke, Eichsfelder Tageblatt)