Neuer Gesellschafter bei der EWB

(vom 25.02.2016)

Die Gemeinde Katlenburg-Lindau beteiligt sich zum 1. Januar 2016.

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Die Gemeinde Lindau war Mitgliedsgemeinde des ehemaligen Landkreises Duderstadt und gehörte somit zum Versorgungsgebiet der Kreiswerke Duderstadt, welche die Wasserversorgung im ehemaligen Landkreis Duderstadt organisierte. In 1972 wurden die Kreiswerke Duderstadt mit den Stadtwerken Duderstadt zur Eichsfelder Energie- und Wasserversorgung GmbH (EEW) verschmolzen. An dieser neuen Gesellschaft übernahm der ehemalige Landkreis Duderstadt 40 % der Anteile und 60 % die Stadt Duderstadt. Im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform Anfang der 70er Jahre gingen diese Kreisanteile auf den Rechtsnachfolger des Landkreises Duderstadt, den Landkreis Göttingen über.  Bei der Gründung der Holdinggesellschaft Eeichsfelder Wirtschaftsbetriebe GmbH (EWB) wurde das Beteiligungsverhältnis von 60 % Stadt Duderstadt und 40 % der Landkreis Göttingen für die EWB beibehalten. In 2005 hat dann der Landkreis Göttingen seine Anteile in Höhe von 40 % an die ehemaligen Gemeinden des Landkreises Duderstadt übertragen. Hierbei erhielten die Stadt Duderstadt 17,17 %, die Samtgemeinde Gieboldehausen 18,90 % und die Samtgemeinde Radolfshausen 3,93 %.  Die Gemeinde Lindau war ebenfalls Mitglied des ehemaligen Landkreises Duderstadt. Im Rahmen der damaligen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde der Flecken Lindau jedoch mit der Gemeinde Katlenburg zusammengeschlossen und gehört seitdem zum Landkreis Northeim. Dementsprechend wurde bei der Rückübertragung der Anteile vom Landkreis Göttingen auf die ehemaligen Gemeinden des Landkreises Duderstadt Lindau auch nicht berücksichtigt. Seit Jahren wurde vor diesem historischen Hintergrund immer wieder überlegt und diskutiert, die praktizierte Zusammenarbeit auch in eine konkrete Beteiligung an den EWB einmünden zu lassen. Dies konnte jetzt nach sehr konstruktiven Gesprächen, Beratungen und Beschlüssen bei allen Partnern endlich umgesetzt werden. Von einer Beteiligung der Gemeinde Katlenburg-Lindau erwarten sich alle Verantwortlichen mittel- und langfristige Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger der Region sowie auch bei einer Weiterentwicklung der EWB und deren Geschäftsfelder. Aufgrund zunehmenden Kostendrucks und Einflüssen u. a. infolge des demographischen Wandels steht die gesamte Region mit ihren Gemeinden vor großen Herausforderungen. Diese müssen mit klarem Blick über den jeweiligen Tellerrand angegangen werden. Darüber hinaus werden die wettbewerbliche Situation der Regionalversorger z. B. im Stromvertriebsgeschäft sowie die rückläufigen Handelsmargen infolge gesunkener Strompreise an der Energiebörse weiter an Bedeutung gewinnen. Zusätzlich können durch eine engere Kooperation innerhalb der kommunalen Gesellschafter mögliche Zusatzaufgaben identifiziert werden, um den wirtschaftlichen Fortbestand der Gesellschaft langfristig zu sichern. Weitere Synergien könnten sowohl im technischen als auch im kaufmännischen Bereich mittelfristig realisiert werden. Nicht zuletzt bleiben qualifizierte Arbeitsplätze in der Heimatregion erhalten. Die Geschäftsanteile der Gesellschafter verteilen sich aufgrund der Neuregelung wie folgt: Die Stadt Duderstadt hält 75,01 % Geschäftsanteile. Die Samtgemeinde Gieboldehausen annähernd 18,37 % und die Samtgemeinde Radolfshausen 3,82 %. Die Gemeinde Katlenburg-Lindau hält neu die übrigen 2,80 % Geschäftsanteile. Geschäftsanteile der Tochtergesellschaften EEW und EBB bleiben dagegen unverändert. Seit knapp vier Jahren ist die Harzenergie mit 25,1 % an der EEW beteiligt. (Text: Markus Kuhlmann, EWB)

Präsentation neuer Gesellschafter (Foto: Sascha Baumann, EWB)