Synergien im IT-Bereich schaffen

(vom 17.11.2016)

Stadtwerke-Verbund Südniedersachsen (SVS) traf sich zur Herbsttagung im Max-Näder-Haus.

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Herbsttagung SVS-Gruppe (Foto: Eichsfelder Tageblatt)

Geschäftsführer und Abteilungsleiter der im SVS zusammengeschlossenen Stadtwerke haben sich zu ihrer Herbsttagung im Max-Näder-Haus in Duderstadt getroffen. Auf der Tagesordnung standen Synergieeffekte in den Bereichen IT-Sicherheit, Energiewende und Schulung. „Wie begrenzen wir unsere IT-Kosten“, nannte Markus Kuhlmann, Geschäftsführer der gastgebenden Eichsfelder Energie- und Wasserversorgung (EEW), eines der Hauptthemen der Tagung. IT selbst sei nicht teuer, teuer werde sie erst, wenn sie individualisiert würde. In drei Jahren stehe bei den Duderstädtern die Entscheidung an, wie es weitergeht. „Ein Server hält etwa vier bis sechs Jahre“, erläutert der EEW-Geschäftsführer. „Dann müssen wir uns entscheiden, in welche Richtung wir wollen.“ Neben den eigenen Abrechnungssystemen habe nach Kuhlmanns Angaben auch jedes Unternehmen seinen eigenen Mitarbeiter für den Bereich. Auch hier könnten Synergien geschaffen werden mit einer gemeinsamen Abteilung mit zwei bis drei Mitarbeitern. In einem der Fachvorträge wurden verschiedene Lösungsansätze vorgestellt. Die EDV der Stadtwerke werde in Zukunft auch für die Kunden von größerer Bedeutung. „Bis 2032 müssen bei allen Endkunden die analogen Zähler gegen digitale ausgetauscht werden“, berichtete Kuhlmann von einer gesetzlichen Vorgabe. Die modernen Zähler funken in regelmäßigen Abständen den aktuellen Zählerstand an den Betreiber. Dadurch müssten die Zählerabstände nicht mehr abgelesen werden. Mit der Umstellung entstünden auch neue Arbeitsfelder. Waren bei den bisherigen Zählern mit der Drehscheibe keine weiteren Geräte zu installieren, so werden die Monteure in Zukunft zusätzlich ein Modem anschließen müssen. „Wir fangen im kommenden Jahr mit der Umstellung an“, sagte Kuhlmann. Zunächst stünden wahrscheinlich die Photovoltaikanlagen auf dem Programm. „Danach folgen alle Kunden, die mehr als 6.000 Kilowatt pro Jahr verbrauchen.“ Die Kosten für die Umstellung würden per Gesetz im Strompreis auch an die Kunden weitergegeben. Der Preis stehe aber noch nicht fest. Während die Netzbetreiber für die Zähler zuständig sein werden, soll der Wettbewerb in der Betreuung der Geräte zunehmen. „Durch den Wettbewerb erhofft sich der Gesetzgeber, dass die Preise fallen“, erläutert Kuhlmann das Prinzip.  Acht  Stadtwerke und Versorgungsbetriebe der Region haben sich vor fünf Jahren im Stadtwerke-Verbund Südniedersachsen zusammengeschlossen. Beteiligt sind die EEW aus Duderstadt, die Gemeindewerke Bovenden, die Versorgungsbetriebe Hann.-Münden, die Stadtwerke Clausthal-Zellerfeld, die Stadtwerke Einbeck, die Stadtwerke Leine-Solling, die Stadtwerke Northeim sowie die Stadtwerke Uslar. Seit drei Jahren treffen sich die Vertreter zu gemeinsamen Tagungen. Mit gemeinsamen Marketingaktionen und Ausbildungen wurden hierdurch bereits Synergien geschaffen. (Text: Rüdiger Franke, Eichsfelder Tageblatt vom 26.10.2016)