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Duderstädter Freibad: Freude und gute Resonanz zum Auftakt

(vom 29.05.2020)

45 Gäste sind bei idealen äußeren Bedingungen zur Eröffnung der Badesaison in das Freibad gekommen.

Das Duderstädter Freibad an der August-Werner-Allee hat seinen Türen wieder geöffnet, und am Donnerstagmorgen kommen gleich 45 Frühschwimmer: Bei guten äußeren Bedingungen freuen sich die Badegäste über den Sprung ins kühle Nass – und auch die Mitarbeiter der Eichsfelder Blockheizkraftwerk- und Bäder GmbH (EBB) sind mit der Resonanz zufrieden. Es ist kurz vor 8.30 Uhr. Seit rund eineinhalb Stunden hat das Duderstädter Freibad wieder geöffnet. Strahlender Sonnenschein, angenehme 13 Grad Außentemperatur und 23 Grad im Schwimmbecken - nahezu perfekte Bedingungen für die ersten Schwimmer der Saison. Das Bad, das coronabedingt teilweise abgesperrt ist, hat sich herausgeputzt. Das azurblaue Wasser lädt zum Sprung ins nasse Element ein. Schwimmmeister Marek steht im blauen Trainingsanzug in der Nähe des Beckens und begrüßt die Gäste. Man kennt sich. Viele Duderstädter kommen regelmäßig, besonders gern zum Schwimmen am frühen Morgen. Die Badegäste haben bereits um 7 Uhr vor der Tür gestanden. „Das ist noch alles etwas ungewohnt. Ich muss den Besuchern die Regeln erklären und sie einweisen. Viele sind Stammgäste, die sich eigentlich auskennen“, sagt der polnische Schwimmmeister, der seit rund fünf Jahren im Eichsfelder Freibad tätig ist. Die Betreibergesellschaft um Geschäftsführer Markus Kuhlmann hat akribisch ein Corona-Konzept ausgearbeitet, das am Donnerstagmorgen zum ersten Mal umgesetzt wird. „Wir handeln nach den Vorgaben. Derzeit ist nur das Schwimmerbecken geöffnet. Es gibt zudem getrennte Ein- und Ausgänge, damit sich die Gäste außerhalb des Beckens nicht begegnen. Weiterhin gilt auch im Wasser der Mindestabstand von 1,50 Metern“, erläutert Marek. Der Schwimmmeister freut sich über jeden Gast. Auch über Kerstin Aue-Nörthemann, die seit mehr als 30 Jahren in der DLRG aktiv ist. „Es ist alles ein bisschen komplizierter als sonst, aber wenn man im Wasser ist, vergisst man vieles schnell“, sagt Aue-Nörthemann, die heute eine Distanz von 1500 Metern anpeilt. „Wichtig ist, dass wir wieder schwimmen können. Da nehmen wir die Beschränkungen gern in Kauf. Mit dem ersten Tag Freibad beginnt für mich der Sommer“, ergänzt die Duderstädterin. 50 Personen dürfen gleichzeitig das Bad nutzen, kassiert wird nach dem Schwimmen am Kiosk. „Diese Beschränkungen bleiben erst einmal so lange, bis sie aufgehoben werden“, betont der Schwimmmeister, der sich mit den rund 30 Besuchern um kurz nach 9 Uhr zufrieden zeigt. Seit April haben Marek und weitere Mitarbeiter der EBB das Bad auf den Start vorbereitet. Ein Urgestein im Duderstädter Freibad ist Peter Grüning, der seit mehr als 50 Jahren regelmäßig zu den Besuchern zählt. „Mit sechs Jahren bin ich in den Schwimmverein eingetreten. Die Beschränkungen stören mich nicht – wichtig ist, dass es wieder losgeht“, sagt der 59-Jährige. Grüning gehört zu den schnellen Schwimmern, 1000 Meter hat er auf den 50-Meter-Bahnen schnell absolviert. „Das Wasser ist herrlich. Schwimmen ist die beste Sportart, auch für ältere Menschen. Ich habe auch ein wenig Gelenkprobleme, daher ist die Bewegung im Wasser ideal“, ergänzt Grüning, der nach seinem Frühsport unter die etwa zehn Grad kalte Dusche geht. Die Sammelumkleiden und -duschen sind noch gesperrt, jede zweite Einzel-Umkleidekabine ebenfalls. „Wir sind froh, dass wir aufmachen dürfen und den Leuten ein wenig was bieten können“, sagt Uwe Tuma, Betriebsleiter des Freibades. Tuma hofft, dass sich alle Besucher an die Vorschriften halten. Die Öffnungszeiten sind aktuell noch begrenzt. „Frühschwimmer haben wir eigentlich immer – da kommen auch wenig Fremde“, so Tuma. Der Betriebsleiter geht davon aus, dass der Zuspruch in den kommenden Tagen noch ansteigen wird, aber eher von Schwimmern, nicht von reinen Badegästen. Die Liegewiesen und die Sprungtürme sind noch gesperrt. „Ich gehe davon aus, dass wir mit den Coronabeschränkungen den ganzen Sommer leben müssen. Ein komplett normaler Betrieb dürfte in diesem Jahr nicht möglich sein“, vermutet Tuma. Der Start, beim traumhaften Frühlingswetter verläuft mit 45 Besuchern in den ersten Stunden nach der Eröffnung schon einmal zufriedenstellend. Die Gäste strahlen, und die auch die strikten Vorschriften werden am ersten Morgen brav befolgt. (Text: Jan-Philipp Brömsen, Eichsfelder Tageblatt vom 28.05.2020)

Öffnungszeiten und Hinweise für Gäste:
Das Corona-Konzept der Eichsfelder Blockheizkraftwerk- und Bäder GmbH (EBB) zum Start in die Freibad-Saison wurde akribisch erarbeitet. Seit Donnerstag, 28. Mai, können bis zu 50 Gäste gleichzeitig im Bad schwimmen – unter Berücksichtung der Vorgaben der Betreibergesellschaft. So ist das Tragen einer Mund- und Nasenmaske beim Betreten und Verlassen vorgegeben. Hände sollen zudem häufig gewaschen werden. Die Abstandsregel von 1,50 Metern hat auch im Freibad und im Wasser seine Gültigkeit. Der WC-Bereich darf nur von einer Person betreten werden. Gemeinsame Umkleidekabinen sind derzeit geschlossen. Duschen ist nur im Freien vor und nach dem Schwimmen möglich. Zudem gibt es für den Beckenbereich einen separaten Ein- und Ausgang. Öffnungszeiten: Montag von 17 – 19.30 Uhr, Dienstag bis Freitag von 7 bis 9.30 Uhr und 17 bis 19.30 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 8 bis 10 Uhr und 15 bis 19.30 Uhr. Diese Zeiten gelten bis auf Weiteres, teilt die Betreibergesellschaft des Freibads mit.

Schwimmmeister Marek, der auch ausgebildeter Rettungsschwimmer ist, freut sich auf die ersten Gäste im Duderstädter Freibad (Foto: Christina Hinzmann, Eichsfelder Tageblatt)
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