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Freibad beendet Corona-Saison mit durchwachsenem Fazit

(vom 23.09.2020)

Einlassbeschränkungen, Hygienevorschriften, Veranstaltungsausfall - auch die Betreibergesellschaft des Duderstädter Freibads musste in diesem Sommer Einbußen aufgrund der Corona-Pandemie hinnehmen.

Wenn am Freitag, 25.09., um 12 Uhr die Tore des Freibades für den öffentlichen Badebetrieb zum Saisonende schließen, fällt das Fazit bei der Eichsfelder Blockheizkraftwerk und Bäder GmbH sehr gemischt aus. Die Corona-Vorgaben und ein durchschnittlicher Sommer haben die Freibadsaison im Jahr 2020 auch in Duderstadt bestimmt. Die Betreibergesellschaft zieht zum Ende der pandemiegeprägten Saison ein gemischtes Fazit. Knapp 20.000 Gäste hätten das Freibad in dieser Saison besucht, berichtet Markus Kuhlmann, Geschäftsführer der Eichsfelder Blockheizkraftwerk und Bäder-GmbH (EBB). „Schaut man auf die Besucherzahlen und die Erlöse, schlagen Rückgänge um bis zu 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu Buche“, so Kuhlmann. Beim Schul- und Vereinsschwimmen falle der Rückgang mit rund 95 Prozent sogar noch viel deutlicher aus. „Im Vergleich zu manch anderen Bädern bewegt man sich damit im bundesweiten Durchschnitt für diese Freiluftschwimmsporteinrichtungen.“ Zurückführen ließen sich die Zahlen vor allem auf zwei Faktoren: Die „coronabedingten Einflüsse“, so Kuhlmann und ein „eher durchschnittlicher Sommer“ in Südniedersachsen mit nur einer länger andauernden Hitzeperiode im August. „Berücksichtigt man jedoch, dass einige Freibäder gar nicht öffnen konnten beziehungsweise unter starken Einschränkungen zu leiden hatten, müssen wir eigentlich mit den Zahlen zufrieden sein“, resümiert Kuhlmann. In den vergangenen Jahren hatte sich das Bad an der August-Werner-Allee durch das in Eigenregie betriebene Bistro, Veranstaltungen und Vermietung von Werbeflächen zusätzliche Einnahmequellen erschlossen. Im Jahr der Corona-Pandemie brachen diese mit Ausnahme des Bistros vollständig weg. „Auch der Eintrittspreis wurde infolge einer verminderten Angebotsleistung auf drei Euro reduziert“, nennt Kuhlmann einen weiteren Grund für Mindereinnahmen. Es hatte unter anderem keine Sammelumkleiden und keine warmen Duschen gegeben. Zugleich hätten sich die Reinigungs- und Desinfektionskosten gegenüber den Vorjahren erhöht. Außer den Kosten hatten die Hygienemaßnahmen einen weiteren Effekt: Von Beginn der Sommerferien an war das Bad täglich zwei Stunden lang für Desinfektionszwecke geschlossen. Die Gäste hätten „ausnahmslos und sehr verständnisvoll und vorbildlich“ auf die Coronaregeln reagiert, lobt Kuhlmann. Blickt er zurück, so sah die Situation zu Beginn des Sommers ganz düster aus: „Der Saisonstart musste aufgrund behördlicher Regelungen zunächst verschoben werden, zeitweise war die gesamte Saison in Gefahr“, fasst Kuhlmann zusammen. Schließlich habe das Freibad doch öffnen können – verspätet und zunächst mit angezogener Handbremse. Drei Öffnungsphasen hatte die Betreibergesellschaft konzipiert, zuletzt war der maximale Einlass auf 600 Badegäste limitiert. „Eine Zahl, die an vier Tagen nahezu erreicht, aber nie überschritten wurde“, so Kuhlmann, der darauf hinweist, dass „innerhalb der Beckenkörper eine Ansteckungsgefahr infolge der Chlordosierung stets ausgeschlossen war“. „Das finanzielle Fazit wird mit einem deutlich höheren Verlust als in den Vorjahren abschließen“, prognostiziert der Geschäftsführer. „Wir sind aber froh, dass wir der Bevölkerung eine Alternative für den Heimurlaub anbieten konnten.“Einen Ausblick auf die kommende Saison zu geben, falle zusehends schwerer. Kuhlmann blickt mit Sorge auf die finanzielle Situation der Freibäder in Deutschland, welche „schon in Nicht-Coronazeiten“ mit deutlich steigenden Kosten zu kämpfen hatten. Auch der weitere Verlauf der Pandemie sowie die Verfügbarkeit eines Impfstoffes seien Einflussfaktoren für die kommende Saison. „Ich persönlich glaube nicht, dass wir im kommenden Jahr ohne Beschränkungen die Freibadsaison starten können. Wir werden aber weiter alles daran setzten, unser Angebot bestmöglich anzubieten“, kündigt Kuhlmann an. Hierfür werde ab Mitte Oktober entsprechend dem Beschluss des Aufsichtsrates unter anderem das Babybecken für rund 150.000 Euro vollständig saniert. Dies sei ein deutliches Zeichen zum Erhalt des Freibades in Duderstadt und damit zur Aufrechterhaltung eines öffentlichen Schwimmsportangebotes in der Region, so Kuhlmann.Die Freibadsaison endet am Freitag, 25. September. Um 12 Uhr schließen die Tore für den öffentlichen Badebetrieb. Das Freibad öffnet jedoch traditionsgemäß am ersten Oktoberwochenende, 3. bis 4. Oktober, noch einmal, „diesmal jedoch für die Vierbeiner sowie für deren Frauchen und Herrchen“, so Kuhlmann. Gemeinsam mit dem Duderstädter Tierheim bieten die EBB auch in diesem Jahr wieder ein Hundeschwimmen an. (Text: Markus Kuhlmann, EBB; Nadine eckermann, Eichsfelder Tageblatt vom 22.09.2020)

Rund 20.000 Badegäste haben in der Saison 2020 das Duderstädter Freibad besucht (Foto: Christina Hinzmann, Eichsfelder Tageblatt)
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