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Gesang am Beckenrand

(vom 08.08.2019)

Chorfestival „Sing and Swim“ im Duderstädter Freibad eröffnet „Kultur im Kreis“.

Mit einem Chorfestival im Freibad Duderstadt beginnt am 18. August die Veranstaltungsreihe „Kultur im Kreis“. Das neue Format steht unter dem „Sing and Swim“. „Das Freibad ist als Veranstaltungsort ideal für den Sommer“, sagt Martin Wihgrab, Vorsitzender des veranstaltenden Kulturwerks Euzenberg. „Mit Sing and Swim wollen wir mal etwas anderes machen.“ Schon der Titel solle die Lockerheit der Veranstaltung verdeutlichen. Bei dem Festival sollen weder Konkurrenz noch Wettbewerb im Mittelpunkt stehen. „Alle sollen Spaß haben“, sagt Wihgrab. Bei dem Termin bestehe vor allem auch die Möglichkeit, sich gegenseitig zu vernetzen. „Ich kenne das von Bands“,erzählt Wihgrab.Man treffe sich und könne sich untereinander austauschen. Ein Ensemble,das sich auf das neue Format einlässt, ist der gemischte Chor Scheden. „Das Freibad ist ein Lockmittel“, sagt die Vorsitzende Irmgard Sasse. „Die Idee, dort zu singen, ist toll.“Nachdem sie davon gelesen hatte, überzeugte sie ihre Mitstreiter, sich dort anzumelden. „Lasst euch überraschen“, habe sie ihnen gesagt. „Wir haben auch schon schön geübt“, erzählt sie, „und wir hatten viel Spaß dabei.“ Passend zum Auftrittsort wollen sie den Conny-Froboess-Klassiker „Pack die Badehose ein“ singen. „Und wir haben auch noch einige Ideen dazu“,sagt sie. Wichtig sei den Schedenern, mal wieder etwas anderes zu erleben. Eine kleine Gruppe des Ensembles sei auch schon in Tansania aufgetreten,erzählt Sasse. Im Gegenzug habe dann ein Männerchor aus dem afrikanischen Land ein Konzert in Scheden gegeben. „Wir werden in Duderstadt auch ein Lied aus Tansania singen,dass einer der Sänger für uns geschrieben hat.“ Mit der Teilnahme gehe es auch darum, neue Erinnerungen mit dem Chor zu schaffen. „Dabei sein ist alles“, zitiert sie das olympische Motto. Und damit haben die Schedener genau die Absicht hinter dem Festival verstanden. Kein Sängerwettstreit soll es sein,sondern ein Miteinander, betont Wihgrab. Sänger und Sängerinnen seien eingeladen, bei den Liedern der anderen Ensembles einzusteigen. „Und wenn der Funke überspringt, singen auch die Besucher mit“, hofft Wihgrab. Dann biete das Festival zusätzlich noch den Aspekt des beliebten Rudelsingens.Und vielleicht finde der eine oder andere Spaß daran und schließe sich einem Chor an. Das Event stellt gleich eine doppelte Premiere für die Veranstaltungsreihe „Kultur im Kreis“ dar. „Wir sind erstmals im Freibad“, sagt Gregor Jess aus dem Organisationsteam, „und wir hatten bislang auch noch kein Chorfestival.“ Die Initiatoren seien immer auf der Suche nach neuen Locations. Deshalb sei der Ausflug ins Freibad eine schöne Abwechslung. Das Event sei als Familientag konzipiert. Kinder bis zehn Jahren erhalten freien Eintritt, ansonsten koste der Eintritt drei Euro. Darin sei auch die Nutzung des Freibades inbegriffen. Es gebe einige Unkosten, die damit aufgefangen werden sollen, erläutert Jess. „Es muss zum Beispiel eine große Anlage aufgebaut werden, damit man die Chöre überall hören kann."„Im Vordergrund steht, als Chor etwas auszuprobieren und auch etwas Neues zu machen“,erklärt Wihgrab. Deshalb werde es auch eine Supervision geben. Unter anderem würden die Chöre von ihm und dem Gesamtchorleiter Holger Schäfer betreut. „Wir wollen Reize setzen“, sagt Wihgrab. „Mal sehen, was sich entwickelt. Die Sänger können auch gern im Wasser singen.“ Doch nicht nur Chöre seien eingeladen. „Auch Solisten sollen sich angesprochen fühlen, mitzumachen.“ „Es wäre schön, wenn sich noch weitere Chöre finden“,sagt Wihgrab. Zum einen singen die Ensembles ein kleines Programm von bis zu drei Stücken. Darüber hinaus sollen alle Chöreein gemeinsames Finallied einstudieren, das sie unter Schäfers Leitung vortragen. (Text: Rüdiger Franke, Eichsfelder Tageblatt vom 06.07.2019)

 

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