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Neue Rohre für die Trinkwasserversorgung

(vom 02.06.2020)

Auf etwa anderthalb Kilometern Länge wird zurzeit bei Esplingerode die Trinkwassertransportleitung erneuert. Der Versorger EEW investiert dafür rund 450.000 Euro. Ziel ist es, die Zahl der Rohrbrüche und damit der Wasserverluste zu reduzieren.

Von Rhumspringe bis zum Hochbehälter am Euzenberg in Duderstadt reicht die Trinkwassertransportleitung, über die die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs GmbH (EEW) fast zwei Millionen Kubikmeter Trinkwasser zu den Endverbrauchern liefert. Der Geschäftsbericht des Unternehmens für das Jahr 2018 weist Wasserverluste von 7,29 Prozent aus. Ein Grund dafür dürften Rohrbrüche sein, die an der alten, etwa zwölf Kilometer langen Leitung häufig aufträten. „Jedes Mal sind dann mehrere Ortschaften ohne Wasser“, berichtet Steffen Friedrich, Netzmeister Wasserversorgung bei der EEW. Die Trinkwassertransportleitung stamme von Anfang der 70er-Jahre und werde nach und nach saniert, „um auch in Zukunft immer eine sichere Versorgung mit Trinkwasser in der Region aufrecht zu erhalten“. Der Versorger investiere dafür in diesem Jahr rund 450.000 Euro. Zurzeit werde ein rund anderthalb Kilometer langes Teilstück zwischen Esplingerode und Obernfeld erneuert. Vorwiegend führe die Trinkwasserleitung in entlang von Wirtschaftswegen, so Friedrich, aber es werde auch ein Acker gekreuzt. Die Bauarbeiten hätten Anfang Mai begonnen und dauern nach Angaben des Netzmeisters noch etwa acht Wochen. Voraussichtlich Mitte Juli soll dann die neue Leitungstrasse fertig und an die bestehende Trinkwassertransportleitung angeschlossen sein. Die neuen Rohre werden nach Angaben des Netzmeisters im sogenannten Horizontalspülbohrverfahren verlegt. Der Vorteil dabei sei, dass der Boden nicht auf gesamter Länge aufgebaggert werden müsse, sondern nur etwa alle 120 Meter eine Grube notwendig sei, in der die Rohr-Stangen miteinander verbunden würden. Die neuen Rohre hätten einen Durchmesser von 31,5 Zentimetern und bestünden aus PE-Kunststoff, erklärt Friedrich. Nach Angaben des Herstellers sollen sie eine Haltbarkeit von 100 Jahren haben. Die alten PVC-Rohre aus den 70er-Jahren seien indes inzwischen spröde, berichtet Friedrich. Sie sollen jedoch in der Erde bleiben, um künftig bei Bedarf für mögliche Kabelverlegungen genutzt werden zu können. Wie die EEW in ihrem Geschäftsbericht für das Jahr 2018 berichtet, „lagen die Investitionsschwerpunkte in der Wasserversorgung im Umbau sowie der Modernisierung und Erneuerung diverser Versorgungsanlagen“. Das Investitionsvolumen im Bereich Wasserversorgung wird für das Jahr 2018 mit 992.900 Euro angegeben. Die Wasserverkaufsmenge sei im Versorgungsgebiet gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent auf 2.063.139 Kubikmeter gestiegen. Das liege insbesondere an einem sehr trockenen und heißen Sommer und einer „anhaltenden Hochkonjunktur in der Bauwirtschaft“. Durch die Sondereinflüsse hätten die sich seit Jahren abzeichnenden Einsparbemühungen der Verbraucher und der fortschreitende demografische Wandel in ländlichen Regionen kompensiert werden können, heißt es in dem Geschäftsbericht weiter. Steigenden Kosten und mittel- und langfristig weiteren Rückgängen bei den Wasserverkaufsmengen sei zum Jahresbeginn 2019 mit einer Erhöhung des Wasserpreises Rechnung getragen worden, so geht aus dem Geschäftsbericht 2018 weiter hervor. Derzeit beträgt der Arbeitspreis pro Kubikmeter 1,39 Euro (brutto), der monatliche Grundpreis beläuft sich im EEW-Versorgungsgebiet auf 8,51 Euro (brutto). (Text: Britta Eichner-Ramm, Eichsfelder Tageblatt vom 30.05.2020)

EEW lässt bei Esplingerode ein 1,5 Kilometer langes Teilstück der alten Trinkwasserleitung erneuern (Foto: Britta Eichner-Ramm, Eichsfelder Tageblatt)
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